Kapitel 8
Weiterer Forschungsbedarf
8 Weiterer Forschungsbedarf Die Erweiterung des Simulationsmodells um neue Funktionen ist an mehreren Stellen möglich und sinnvoll: Aktuell wird ausschließlich ein Niederspannungsnetz simuliert. Hier wäre es von hohem wissenschaftlichem Interesse die übergeordnete Mittelspannungsebene mit mehreren untergeordneten Niederspannungsnetzen zu simulieren. Hierdurch ist eine Abbildung der Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Niederspannungsnetzen gegeben. Dies ermöglicht realitätsnähere Erkenntnisse zu Spannungsschwankungen und auch neue Maßnahmen zur Netzstabilisierung, wie z.B. Längsregler in der Mittelspannungsebene. Zurzeit wird nur die Stromversorgung simuliert. Da zukünftig mit einer stärker ansteigenden Elektrifizierung der Wärmeversorgung in Neubauten zu rechnen ist, ist es sinnvoll den Wärmebedarf der einzelnen Haushalte zu simulieren. Dies ermöglicht neue Fragestellungen und bietet neue Flexibilitätsoptionen, wie z.B. Wärmespeicher mit einer Lastverschiebung durch die Wärmepumpe. Eine betriebs- und volkswirtschaftliche Analyse der Ergebnisse wurde im Rahmen dieser Arbeit nicht durchgeführt. Die Implementierung einer automatischen Analyse zu den betriebs- und volkswirtschaftlichen Auswirkungen eines Szenarios würde das bisher rein technische Simulationsmodell aufwerten und die Bearbeitung neuer Fragestellungen ermöglichen. Im Simulationsmodell sind aktuell keine zeitvariablen Tarife implementiert. Die Modellierung und Simulation zeitvariabler Tarife würde es ermöglichen, die Auswirkungen einer Einführung solcher Tarife auf das Niederspannungsnetz zu quantifizieren. Im Rahmen dessen ist auch eine Implementierung neuer, tarifabhängiger Ladesteuerungen für Elektrofahrzeuge denkbar. Weiterhin könnte eine Kraftwerkseinsatzplanung integriert werden, mithilfe derer die Rückkopplungen der Lastverschiebung in der Niederspannungsebene auf die Zusammensetzung der Stromerzeugung abbildbar sind. Dies ermöglicht dann auch genauere Aussagen zu
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8 - Weiterer Forschungsbedarf
ökologischen Effekten. Für Hausspeichersysteme ergeben sich durch die Einführung zeitvariabler Tarife zudem neue Anwendungsfelder. Beispielsweise ist es im Falle einer ausreichenden Spreizung der variablen Strompreise auch denkbar, dass das Hausspeichersystem mit Strom aus dem öffentlichen Netz aufgeladen wird. Die Auswirkungen hiervon auf die Niederspannungsebene wurden noch nicht untersucht. Bei konventionellen Fahrzeugen ist derzeit Car2Car-Kommunikation, primär vor dem Hintergrund des autonomen Fahrens, ein großes Forschungsthema. Hierbei ist eine Überlegung, ob nicht diese Kommunikationsstruktur für parkende, ladende Elektrofahrzeuge verwendet werden kann. Dies würde es den Elektrofahrzeugen ermöglichen in den Wohngebieten abzufragen wie viele Fahrzeuge mit welcher Leistung laden und sie könnten dementsprechend ihren Ladevorgang planen. Bei einem hohen Vernetzungsgrad könnten hohe Lastspitzen durch EFZ vermieden werden. Eine Analyse und Quantifizierung der Vorteile für das Stromnetz bei einer Vernetzung der EFZ ist von hohem Interesse. Die meisten Hausspeichersysteme sind zurzeit rein auf die Speicherung der eigenen PV-Überschüsse ausgelegt. Die ersten Hersteller entwickeln derzeit Hausspeichersysteme welche sich auch von einer zentralen Stelle aus steuern lassen um diese als „Schwarmspeicher“, zumindest zeitweise, zu betreiben. Diese Vernetzung kann beispielsweise, neben der Bereitstellung von Regelleistung, auch in den Wintermonaten, in denen die Auslastung der Hausspeichersysteme üblicherweise sehr gering ist, interessante Anwendungsfelder bieten. Hierbei ist es denkbar, dass in Wohngebieten mit größeren, wärmegeführten BHWK der erzeugte, überschüssige Strom im Netzgebiet zwischengespeichert wird. Dies kann insbesondere dann von Interesse sein, wenn die Vergütung der elektrischen Energie des BHKWs deutlich unter dem Strompreis des lokalen Energieversorgers liegt.
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9 - Literaturverzeichnis
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A.I - Kenndaten der Stromleitungen
Anhang A
A.I Kenndaten der Stromleitungen In folgender Tabelle sind die verwendeten Kenndaten der Stromleitungen dargestellt.
Kapazitätsbelag in Widerstandsbelag Reaktanzbelag in Nennstrom nF/km in Ω/km Ω/km Name in A Null- Mit- Null- Mit- Null- Mit- system system system system system system NAYY4x120 245 365,9 797,3 1,020 0,255 0,292 0,080 NAYY4x150 275 385,9 830,0 0,832 0,208 0,292 0,080 NAYY4x185 313 409,3 868,2 0,668 0,167 0,292 0,080 NAYY4x35 132 230,0 590,0 3,504 0,876 0,343 0,083 NAYY4x50 144 275,7 670,0 2,568 0,642 0,312 0,083 NAYY4x70 179 308,4 714,4 1,776 0,444 0,300 0,082 NAYY4x95 215 349,2 770,0 1,284 0,321 0,299 0,082 NFA2X4x70 205 308,4 714,4 1,776 0,444 0,300 0,082 NYCWY3x120/70 318 696,9 1270,0 0,975 0,157 0,122 0,072 NYCWY3x25/16 133 220,0 430,0 4,156 0,724 0,138 0,080 NYCWY3x35/16 132 230,0 590,0 3,943 0,525 0,129 0,078 NYCWY3x50/25 188 312,4 710,0 2,560 0,389 0,120 0,077 NYCWY3x70/35 228 422,3 870,0 1,859 0,271 0,122 0,074 NYCWY3x95/50 280 559,6 1070,0 1,373 0,197 0,122 0,074 NYCWY4x10/10 79 130,0 240,0 7,240 1,810 0,378 0,094 NYCWY4x70/35 232 422,3 870,0 1,080 0,270 0,329 0,082 NYY3x50/25 188 312,4 710,0 2,560 0,388 0,377 0,082 NYY3x70/35 232 422,3 870,0 1,832 0,268 0,353 0,077 NYY4x10 79 130,0 240,0 7,240 1,810 0,378 0,094 NYY4x16 102 180,0 320,0 4,564 1,141 0,358 0,090 NYY4x25 133 220,0 430,0 2,896 0,724 0,355 0,086 NYY4x300 535 720,0 1200,0 0,252 0,063 0,289 0,079 NYY4x35 159 230,0 590,0 2,104 0,526 0,314 0,083 NYY4x50 188 312,4 710,0 1,556 0,389 0,312 0,083 NYY4x6 59 96,7 186,7 12,120 3,030 0,403 0,100 NYY4x70 232 422,3 870,0 1,084 0,271 0,300 0,082
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A.II - Gemessene Spannungen an Ortsnetztransformatoren
A.II Gemessene Spannungen an Ortsnetztransformatoren In diesem Abschnitt werden die an Ortsnetztransformatoren gemessenen Spannungen dargestellt. Gemessen wurde unterspannungsseitig an 31 Ortsnetztransformatoren aus Garmisch-Partenkirchen über eine gesamte Zeitdauer von insgesamt 2.119 Tagen. Für die folgende Abbildung wurden alle Messungen zusammengeführt und ausgewertet wie häufig die verschiedenen Spannungshöhen in Abhängigkeit der Uhrzeit auftraten.
Im Folgenden sind die Spannungen, die an den jeweiligen Ortsnetztransformatoren in Garmisch-Partenkirchen gemessen wurden, zu sehen. Die Nummer, die auf ONT folgt, ist die interne Nummerierung für die Ortsnetztransformatoren. In folgender Abbildung ist die Achsenbeschriftung angegeben, welche für alle folgenden Diagramme in diesem Abschnitt zugrunde gelegt ist.
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A.II - Gemessene Spannungen an Ortsnetztransformatoren
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A.II - Gemessene Spannungen an Ortsnetztransformatoren
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A.II - Gemessene Spannungen an Ortsnetztransformatoren
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A.II - Gemessene Spannungen an Ortsnetztransformatoren
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A.II - Gemessene Spannungen an Ortsnetztransformatoren
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A.III - Fahrprofile
A.III Fahrprofile Im Folgenden sind die Fahrwahrscheinlichkeiten aller verwendeten 40 Fahrprofile dargestellt. 100% bedeutet hier, dass sich das Fahrzeug nicht am Heimladeort befindet, sondern unterwegs ist. Es wurden jeweils die Mittelwerte des gesamten Aufzeichnungszeitraums berechnet. In folgender Abbildung ist die Achsenbeschriftung angegeben, welche für alle folgenden Diagramme in diesem Abschnitt zugrunde gelegt ist.
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A.III - Fahrprofile
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A.III - Fahrprofile
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A.IV - Visualisierungen ausgewählter Netzgebiete
A.IV Visualisierungen ausgewählter Netzgebiete Die folgenden Abbildungen zeigen eine Auswahl der verwendeten Netztopologien aus Garmisch-Partenkirchen.
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A.V - Leistungsmessung am ONT
A.V Leistungsmessung am ONT Die folgenden Abbildungen zeigen die gemessenen und gemittelten Lastgänge der Transformatoren. Diese dargestellten Lastverläufe werden in Kapitel 3.3.1.1 zur Bestimmung der Anzahl an Haushalten verwendet.
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A.V - Leistungsmessung am ONT
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A.V - Leistungsmessung am ONT
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